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Hände weg vom Eigentum!

Leipziger Amtsblatt Nr. 19/2026

Geht es nach der Linksfraktion, soll in Leipzig wieder enteignet werden – exemplarisch durchexerziert an der Einertstraße 3, um das Verfahren danach beliebig auszuweiten. Das ist nichts anderes als klassenkämpferische Symbolpolitik, die von den tatsächlichen Ursachen des Leerstands ablenkt. Immobilien verfallen nicht aus bösem Willen. Die Realität kennt viele Gründe: unklare Eigentumsverhältnisse, fehlende Kredite oder schlicht die Sorge vor überbordender Bürokratie. Private Eigentümer pauschal unter Generalverdacht zu stellen, ist reine Ideologie. Aus der Geschichte wurde scheinbar nichts gelernt: Der Staat ist nachweislich der schlechtere Bauherr. Trotz milliardenschwerer Fördertöpfe verfehlt er seine eigenen Wohnbauziele meilenweit. Aufgeblähte Behörden, Gutachtenwahn, praxisferne Normen und eine verfehlte Energiepolitik treiben die Baukosten in ungeahnte Höhen. Kein einziges Gründerzeithaus wird unter städtischer Regie schneller bewohnbar – zumal der Stadt Leipzig das Geld für Entschädigungen und Sanierungen schlichtweg fehlt. Wer Leerstand wirklich bekämpfen will, braucht keine neuen Repressionen oder verschärfte Gesetze, sondern Beratung, verlässliche Anreize und spürbaren Bürokratieabbau. Eigentum verpflichtet – aber Enteignung zerstört Vertrauen und verhindert Investitionen!

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